Anne Frank

p_anne_frank„Von den vielen, die im Laufe der Geschichte in Zeiten tiefen Leids und großer Verluste für die Würde des Menschen eingetreten sind, ist keine Stimme zwingender als die von Anne Frank. Mögen wir sie niemals vergessen!“   

                                         (John F. Kennedy)

1929

12. Juni: Anne Frank  (eigentlich Annelies Marie)  wird als Tochter des jüdischen Kaufmanns Otto Frank und dessen jüdischer Frau Edith in Frankfurt/Main geboren.

1933

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigriert ihr Vater nach Amsterdam, wo er Direktor der holländischen Niederlassung der Firma Opekta wird.

1934

Anne Frank, ihre Mutter und ihre Schwester Margot folgen dem Vater nach Amsterdam. Sie besucht den Montessori – Kindergarten.

1935

Wechsel zur Grundschule

1940

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande wird ihr Leben zunehmend von antisemitischen Regeln und Gesetzen eingeschränkt.

1941

Wechsel zum jüdischen Lyzeum (Schule)14. Juni: Anne Frank beginnt, in holländischer Sprache ihr Tagebuch zu schreiben.

1942

6. Juli: Nach dem Beginn der Deportationen versteckt sich die Familie, da die Flucht aus den Niederlanden unmöglich ist. Die Familie Frank wird mit vier weiteren Menschen im Hinterhaus des väterlichen Geschäfts von den holländischen Angestellten der Firma versteckt und versorgt. In ihrem Tagebuch beschreibt Anne Frank das Leben im Versteck sowie tagespolitische Ereignisse. Das Zusammenleben von acht Menschen auf engstem Raum und die sich daraus ergebenden Konflikte schildert sie ebenso wie ihre eigenen Krisen.

1943

Juni: Aus den Niederlanden werden 1.250 Kinder in das Konzentrationslager Sobibor deportiert. Anne Frank berichtet darüber in ihrem Tagebuch.

1944

4. August: Das Versteck wird verraten. Die dort Verborgenen werden von der Sicherheitspolizei verhaftet und deportiert. Die holländischen Angestellten der Firma Opekta finden Anne Franks Tagebuch. Anne Frank kommt mit ihrer Schwester über das Arbeitslager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz und dann in das KZ Bergen – Belsen.

1945

März: Einige Wochen vor der Befreiung stirbt Anne Frank im KZ Bergen – Belsen.

„Jeder  weiß  selbst, dass ein gutes Beispiel gute Folgen hat. Sei nun du dieses gute Beispiel, dann wird es nicht mehr so sehr lang dauern und die anderen werden ihm  folgen. Immer mehr Menschen werden freundlicher und freigiebiger werden, bis endlich niemand mehr auf die Ärmeren herabsieht. Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern! Wie herrlich, dass jeder, klein oder groß, direkt seinen Teil dazu beitragen, um Gerechtigkeit zu bringen und zu geben! Öffne die Augen, sei selbst zuerst gerecht! Gib selbst, was zu geben ist! Und immer ist etwas zu geben, wenn es auch nur Freundlichkeit ist! Niemand ist je vom Geben arm geworden“

(Anne Frank,  26. März 1944)